HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP)
Beruflicher und außerberuflicher Kontakt mit HIV-haltigen Flüssigkeiten können zur Übertragung einer HIV-Infektion führen. Nach erfolgter Exposition können Medikamente eingenommen werden, die das Risiko der HIV-Übertragung verringern. Die Indikation dieser sogenannten PEP sollte durch einen auf HIV spezialisierten Arzt gestellt werden.
Standard Kombitherapie zur HIV-PEP
Tenofovir/Emtricitabine (1 x1 Tabl.) und Raltegravir (2 x 400 mg Tabl.)
- Weitere mögliche Kombinationen siehe Deutsch-Österreichische Empfehlungen zur postexpositionellen Prophylaxe der HIV-Infektion
- PEP bei Schwangerschaft: Möglichst immer Experten hinzuziehen.
- Zeitintervall zwischen HIV-Exposition und PEP-Beginn:
Möglichst schneller PEP-Beginn (maximale Wirksamkeit bei Beginn innerhalb von 2 Stunden),
Bei Intervall > 72 Stunden i.d.R. kein Nutzen mehr
- Dauer der PEP: 4 Wochen
- Die genannten Medikamente sind für die PEP nicht zugelassen, aber von diversen Leitlinien empfohlen und auch sehr effektiv.
HIV-Postexpositionsprophylaxe – Die aktuellen Empfehlungen auf den Punkt gebracht
