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Chikungunyafieber in der Karibik

Im Dezember 2013 wurden von verschiedenen Inseln der Kleinen Antillen in der Karibik Infektionen mit dem Chikungunya-Virus berichtet, es handelt sich um das erste bekannte Auftreten dieser mückenübertragenen Virusinfektionen auf den amerikanischen Kontinenten. Bisher war bekannt, dass das Chikungunya-Fieber im gesamten Afrika südlich der Sahara, auf den Inseln des Indischen Ozeans, in Indien und im gesamten südostasiatischen Raum vorkommt.

Das Chikungunyafieber ist eine akute Virusinfektion. Nach einer Inkubationszeit von 4 bis 7 Tagen tritt aus völliger Gesundheit heraus hohes Fieber (auch bei Erwachsenen bis zu 40oC) auf, häufig von Frösteln und den charakteristischen starken Gelenkschmerzen begleitet. Betroffen sind in erster Linie die kleinen Gelenke (Fuß-, Knöchel-, Hand- und Fingergelenke). Diese sind meist symmetrisch befallen und zeigen deutliche Entzündungszeichen (Schwellung, Rötung), ohne dass jedoch Flüssigkeit im Gelenk nachgewiesen werden kann. Nach 3 bis 4 Tagen fällt das Fieber ab um dann nochmals anzusteigen, wobei der zweite Fieberanstieg meist etwas niedriger ausfällt. Ein Teil der Patienten entwickelt einen Hautausschlag, der sich vom Rumpf auf Gesicht Arme und Beine ausbreitet und auch die Hand- und Fußflächen nicht ausspart. Daneben treten auch starke Kopf- und Muskelschmerzen auf, ähnlich wie beim Denguefieber. Sehr selten können als Komplikation schwere Blutungen auftreten.

Das besondere ist, dass die Gelenkschmerzen manchmal Wochen oder Monate lang anhalten können.

Es gibt keine Impfung gegen das Chikungunya-Fieber. Reisenden wird deshalb ein umfassender Mückenschutz (Repellentien, bedeckende Kleidung, ggf. Bettnetze) empfohlen, wobei zu beachten ist, dass die Überträgermücken nicht nur in der Dämmerung aktiv sind.

Fazit: Bei Fieber und Gelenkschmerzen nach einer Karibikreise oder nach Reisen in Länder um den Indischen Ozean herum sollten Sie sich zur weiteren Diagnostik in unserer Ambulanz vorstellen !

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