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HIV bedeutet Humanes
Immunschwäche Virus oder auf Englisch Human Immunodeficiency Virus.
HIV ist ein Retrovirus. Retroviren haben eine andere Erbsubstanz als
menschliche Zellen. Die Erbsubstanz der Retroviren heißt RNS. Menschliche Erbsubstanz
heißt DNS. Um sich mit Hilfe der menschlichen Zellen vermehren zu können,
müssen die Viren mit Hilfe eines Enzyms, der Reversen Transkriptase ihre
Erbsubstanz umschreiben. Es gibt 2 HIV-Typen: HIV-1 und HIV-2. HIV-1 ist sowohl
bei uns als auch weltweit der am häufigsten vorkommende Typ, HIV-2 tritt in
erster Linie in Westafrika auf. HIV befällt vor allem eine Untergruppe der
Lymphozyten, die zum körpereigenen Abwehrsystem gehören und CD4-Lymphozyten
oder Helferzellen genannt werden. Sie sind für ein funktionierendes Immunsystem
unerlässlich. Jeden Tag entstehen im Organismus eines HIV-infizierten Menschen
Millionen neuer Viren und werden genauso viele Viren vom Abwehrsystem vernichtet.
Bei der Bekämpfung der Viren werden die Helfer-Lymphozyten zerstört. Dieser
Untergang der Helferlymphozyten kann vom Immunsystem zwar über viele Jahre
durch eine entsprechende Neuproduktion ausgeglichen werden, irgendwann kommt es
aber dann doch zu einer Abnahme der Helferlymphozyten, wodurch das körpereigene
Abwehrsystem geschwächt wird. Der Körper ist dann nicht mehr in der Lage sich
gegen andere Infektionen zu wehren und es können in der Folge lebensbedrohliche
Erkrankungen auftreten.