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HIV ist eine virale Infektion,
die in erster Linie über Blut- und Sexualkontakte übertragen wird.
Auch weiterhin ist die HIV-Infektion nicht heilbar. In der Therapie hat es
wichtige Fortschritte gegeben und es sterben heute weniger Menschen an HIV/AIDS
als noch vor 10 Jahren. Die Erkrankung hat sich somit von einer tödlichen hin
zu einer chronischen Erkrankung entwickelt, die überwiegend nicht zum Tode
führt.
Dennoch bleibt die HIV-Infektion eine schwere Erkrankung, die eine engmaschige spezialisierte Betreuung erfordert und den betroffenen Patienten ein hohes Maß an Disziplin abverlangt.
Nach sinkenden Neudiagnosezahlen in den 90er Jahren in Deutschland hat es in den letzten Jahren wieder einen deutlichen Anstieg der HIV-Neuinfektionen gegeben. Gründe hierfür sind die nachlassende Angst vor HIV und AIDS, verminderte Verwendung von Kondomen, reduzierte öffentliche Mittel für Präventionsmaßnahmen sowie Reisen in Länder, die eine hohe HIV-Durchseuchung haben.
Die HIV-Infektion verlässt immer mehr die klassische Risikogruppe der homosexuellen Männer und betrifft zunehmend auch heterosexuelle Menschen.